Published: April 30, 2025
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Update #Drohnen Heute mit Themen: - Einsatz von Glasfaserdrohnen wächst exponentiell, kaum berechenbare Folgen für die Umwelt; - Frage der Defensive: Netze für Hochhäuser, Doppelpatronen und Abhöranlagen; - ein Blick in die Zukunft: Drohnen in der Kriegsführung. Thread 👇 (1/26)

Image in tweet by Nikita Gerassimow

Die Evolution von Drohnen in der modernen Kriegsführung schreitet rasant und unumkehrbar voran. Der neue Meilenstein in dieser Evolution war jüngst die Einführung von Glasfaserdrohnen, die eine massive Wende in Bezug auf Eloka-Systeme brachten👇 (2/26) https://x.com/NikGerassimow/st...

Seitdem teilen sich die klassischen Funkdrohnen und Glasfaserdrohnen das Schlachtfeld. Ohne sich zu ersetzen, sondern je nach Einsatzgebiet gegenseitig zu ergänzen. Glasfaserdrohnen werden in Gebieten mit starker Eloka-Abwehr eingesetzt. Funkdrohnen, wenn Reichweite gefragt ist.

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Dass Drohnen vom Schlachtfeld nicht mehr wegzudenken sind, ist längst eine Binsenweisheit. Drohnen en masse ersetzen Panzer, Luftwaffe, Flugabwehr und Artillerie. An vielen Abschnitten des Ukrainekrieges besteht das Schlachtfeld nur noch aus Menschen und Drohnen. (4/26)

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Ähnlich wie bei Funkdrohnen nahm auch der Einsatz von Glasfaserdrohnen unfassbare Maßstäbe innerhalb kürzester Zeit an. Schon in ihren Anfängen wurde berichtet, dass als Folge manche Kampfabschnitte mittlerweile von Glasfaser regelrecht überzogen sind 👇 https://x.com/NikGerassimow/st...

Seitdem sind die Dimensionen noch gravierender geworden. Manche Frontabschnitte sind komplett von Glasfaser bedeckt. Die Fäden legen sich wie ein Spinnennetz über den Boden. Foto 1: Fahrzeug mit "eingerollten" Glasfaser-Fäden; Foto 2 (aus dem Winter): Glasfaser im Morgenfrost. 6/

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Widerstandsfähigkeit von Glasfaser gegenüber äußeren Einflüssen ist zugleich ihr Fluch gegenüber der Umwelt. Nach derzeitigem Stand zersetzen sich Glasfasern mit der Zeit extrem schlecht. Wie man Glasfaser-verseuchte Gebiete reinigt, weiß im Moment aber niemand so genau. (7/26)

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In diesem Sinne zur Erinnerung: Abgesehen von der neuen Gefahr der Glasfaser-Verseuchung kann man die Umweltschäden in Folge der jahrelangen Kämpfe in der Ukraine generell kaum abschätzen. Allein die klassische Minenräumung könnte *700 Jahre* dauern👇 8/26 https://x.com/NikGerassimow/st...

Zurück zur Kriegsführung. Im ewigen Wettlauf zwischen Offensive und Defensive ist die Offensive wegen der Drohnen klar im Vorteil. Effiziente und großflächige Abwehrmechanismen gegen Drohnen gibt es immer noch nicht. Die bislang geführten Abwehrmittel wirken extrem provisorisch.

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Andererseits kennt man es ja: Nichts ist beständiger als das Provisorium. In den letzten Monaten und Jahren erlebte man das Aufkommen solcher Abwehrmechanismen wie: - Abwehrgitter auf Technik; - "Garagenpanzer"; - Gitter und Netze auf Gebäuden. - etc. (10/26)

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Vor allem das Letzte - Gitter und Netze auf stationären Objekten - erreichte in den letzten Monaten in UKR wie RUS neue Dimensionen. Ganze Stadtgebiete werden mit Schutznetzen gegen Drohnen überzogen. Foto: Wohnhäuser im russ. Belgorod, wo regelmäßig ukr. Drohnen niedergehen. 11/

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Als ähnliches Mittel unmittelbar im Kampfgebiet etablierten sich Anti-Drohnenkorridore. Dabei werden Versorgungstrassen mit Netzen abgeschirmt. Ursprünglich begannen Russen solche Gitter-Tunneln bei der Schlacht um Bachmut zu bauen, seitdem expandierte der Trick. (12/26)

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Sowohl Russen als auch Ukrainer bauen seitdem kilometerlange Tunneln aus Gittern und Netzen über Versorgungsstraßen, um diese abzusichern. Eine 100%-Sicherheitsgarantie bietet das selbstverständlich nicht, und dennoch gewährt es zumindest einen Basis-Schutz für die Technik. 13/26

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Bei aktiven Defensivmöglichkeiten bleibt derweil weiter die Regel bestehen, dass man eine Drohne am besten mit einer anderen Drohne bekämpft. Die Vielfalt von Abwehrdrohnen wächst. Ein ganzes System aus Drohnen-Drohnenabwehr etablierte sich 👇 (14/26) https://x.com/NikGerassimow/st...

Auch in diesem Segment läuft das ewige Rennen zwischen Defensive und Offensive. Die Abfangdrohnen werden immer schneller und wendiger. Die Defensivdrohnen werden mit KI und 360-Grad-Kameras ausgestattet, um vollautonom Ausweichmanöver gegen ankommende Drohnen zu fliegen. (15/26)

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Um Abfang-FPVs gegen gegnerische Drohnen starten zu können, tüfteln beide Seiten zudem an einem immer ausgefalleneren Systemen aus akustischen Abhöranlagen, die das Ankommen von gegnerischen Drohnen registrieren und die Koordinaten an eigene Drohnenjäger übermitteln. (16/26)

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Dieser Schritt ist insofern notwendig, als dass klassische Radaranlagen die sehr kleinen Drohnen meist gar nicht erfassen können.. Daher gibt es hier ein "Back to the roots" zu akustischen Anlagen. Auf den Bildern: ein akustisches System zur Ortung anfliegender Drohnen. (17/26)

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Noch viel wichtiger bei der Drohnenabwehr wird außerdem die Kurzdistanz - die Schrotflinte feiert schon seit Längerem das absolute Comeback an der Front. Ihre Streuung kann in den Händen eines geübten Schützen zum Segen für eine ganze Einheit werden 👇 18/ https://x.com/NikGerassimow/st...

Seitdem arbeiten beiden Seiten im Ukrainekrieg daran, Schrotflinten wieder in die Fronteinheiten zu bringen. Eine industrielle Lösung wird ebenfalls eingeschlagen - nämlich die (Wieder)Einführung von Doppelpatronen. Also im Prinzip eine Doppelkugel, die die Feuerdichte erhöht 19/

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In RUS etwa wurde anscheinend die industrielle Produktion solcher Doppelkugeln mit gemeldetem Kaliber 7,62х54R wieder aufgenommen. Das Kaliber, bei dem die beiden Kugeln eine größere Feuerdichte erzeugen, sei ausschließlich für den Kampf gegen Drohnen gedacht, so die Meldungen.

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Hierzu muss man sagen, dass auch solch ein Doppel-Kaliber NICHT neu in der Kriegsführung ist. In den 1960er Jahren testete die US-Armee solche Munition in Vietnam. Damals hat man sie wegen Ungenauigkeit und geringer Durchschlagskraft abgelehnt. Bei Drohnen ist das kein Problem.

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Nun zu der Perspektive von Drohnen und Abwehrmitteln: Die bunten Industrieprojekte von Lasertürmen, die Drohnen abbrennen, sehen gut aus und bringen uns Warhammer 40k näher, haben sich auf dem realen Schlachtfeld aber trotz vieler Versuche als absolut unnütz erwiesen. (22/26)

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Stattdessen dürfte die sicherste aktive Defensive ein Zusammenspiel aus mehrstufigen Ortungssystemen, eigenen Abfangdrohnen auf mittlerer Distanz und Handfeuerwaffen mit maximaler Streuung auf kurzer Distanz werden. Als passive Mitteln bleiben Netze und Gitter unersetzbar. (23/)

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Global auf die Kriegsführung gedacht wird jeder ernstzunehmender Akteur seine Prioritäten darauf fokussieren müssen, eine eigene Drohnenproduktion aufzubauen. Im Moment hat China hier die absolute Dominanz..sowohl in der Produktion von Drohnen als auch einzelnen Komponenten 24/26

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Für die eigene Drohnenproduktion ist wiederum die Versorgung mit bestimmten Rohstoffen, uA den Seltenen Erden, essentiell. Auch hier hat China derzeit de facto ein weltweites Monopol. Die USA arbeiten daran, neue Quellen zu erschließen (Trumps Rohstoff-Deal lässt grüßen). (25/26)

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Länder, die es in der nahen Zukunft nicht schaffen, eine autarke Drohnenindustrie aufzubauen, werden militärisch bald keine Rolle mehr spielen, weil sie selbst gegen paramilitärische Akteure (Huthis im Jemen, HTS in Syrien) unverkraftbare Verluste erleiden werden. (26/26)

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