Das ist für mich genau der Punkt. Nix tun für die junge Generation, aber alles von ihr erwarten.
Der "real existierende Sozialismus" in Osteuropa war totaler Mist. Seine einzige große Errungenschaft war, dass er trotzdem iwie den westlichen Kapitalismus soweit gezähmt hat, dass Menschen meiner Generation ein gutes Leben haben konnten.
Seit dem Zusammenbruch des Ostblocks erleben wir, wie die Hemmungen gefallen sind, die "soziale Marktwirtschaft" als vermeintlicher Gegenentwurf erodiert und wieder Richtung Faschismus getrieben wird.
Wir sehen zu, wie ausgerechnet die grossen Helden des WKII in Rekordgeschwindigkeit kapitalfinanziert in den Faschismus steuern und ignorieren, dass dieses Script schon längst auch die Agenda unserer eigenen Gesellschaft bestimmt.
In meiner Lebenszeit sind mindestens 2* Versuche, humane Gesellschaften zu erschaffen, von den jeweiligen imperialistischen Staaten im Keim erstickt worden. Der "Sozialismus mit menschlichem Antlitz" durch die SU in der CSSR und die Unidad Popular in Chile durch die USA.
Die herrschenden Eliten welches Systems auch immer können sich die Existenz von alternativen Modellen nicht leisten. Im Moment entwickeln einige Gebiete in Kurdistan spannende Gesellschaftsmodelle.
Deshalb gibt es faktisch keine Berichterstattung darüber, aber stattdessen weltweit stille Unterstützung für Erdogans Krieg gegen die Kurden.
Ich habe mit ca. 12J ein Gefühl dafür entwickelt, mich nicht ver*rschen zu lassen und Stand heute 50 weitere Jahre daran gearbeitet, dass das auch so bleibt. Ich habe mit wachsender (Er-)Kenntnis in vielen Dingen meine Meinung ändern müssen, abe mein Wertesystem bleibt.
